»… ist nicht auffindbar. Er schickt Briefe an die mächtigsten Meister und fragt was sie ihm bieten würden, wenn er in ihre Dienste träte; er behauptet, als einziger äußerst wichtige Informationen zu besitzen. Jonathon Whitbreads Vermittler hat ihren Meister verraten und ihr Fjunch(klick) getötet.« Charlies Blick streifte Ivan. Der Meister beobachtete sie, konnte aber nichts verstehen.
Charlie wechselte wieder in die allgemeine Sprache über. »Kapitän Lord Roderick Blaines Vermittler wurde zum Großen Narren. Du warst selbst dabei. Gavin Potters Vermittler ist ein Großer Narr. Sinclairs Vermittler ist zwar für die Gesellschaft noch von Nutzen, aber völlig verrückt.«
»Das stimmt«, sagte der Weiße. »Wir haben ihr die Leitung eines Projekts übertragen, das ein Energieschild entwickeln soll, wie es die Menschen besitzen. Sie arbeitet verblüffend gut mit den Braunen zusammen und verwendet sogar selbst Werkzeuge.
Aber mit ihrem Meister und ihren Vermittler-Schwestern redet sie, als hätte sie einen Gehirnschaden.«
Jack setzte sich abrupt, die Augen nach vorne gewandt.
»Denke an das alles«, fuhr Charlie fort. »Nur Horst Staleys Vermittler ist noch einigermaßen bei Verstand. Du darfst dich mit keinem Menschen identifizieren. Das kann doch gewiss nicht so schwer sein. Wir können gar nicht irgendeinen Trieb entwickelt haben, uns mit Menschen zu identifizieren!«
Jock wechselte wieder in die Neuere Trojanersprache über. »Aber wir sind hier ganz allein. Für wen soll ich denn Fjunch-(klick) sein, für Ivan vielleicht?«
»Du wirst nicht Fjunch(klick) eines Menschen werden«, stellte Ivan fest Er hatte nichts verstanden, außer, dass er etwas nicht hatte verstehen sollen. Charlie antwortete nicht.
Gut, dass es vorbei ist, worum immer es da ging, dachte Hardy. Die Unterhaltung der Splits hatte nur vielleicht dreißig Sekunden gedauert, aber sie musste sehr inhaltsreich gewesen sein — und sehr emotionsgeladen. David glaubte, sich dessen sicher sein zu können, obwohl er bis jetzt nur ein paar Redewendungen von den verschiedenen Split-Sprachen wiederzuerkennen vermochte. Erst vor kurzem war ihm klargeworden, dass viele davon noch immer in Gebrauch standen.
»Hier kommen der Vizekönig und die Kommissionsräte«, sagte Hardy. »Und die Musikkapellen fangen zu spielen an. Jetzt werdet ihr gleich sehen, was eine Parade ist.«
Rod kam es vor, als ob das Gestein des Palastes selbst unter dem Chaos von Tönen erzitterte. Eine Hundertschaft Trommler marschierte mit Gedonner vorüber, und nach ihnen schmetterte eine Blasinstrumentengruppe einen Marsch, der schon zu Zeiten des Condominiums alt gewesen war. Der Kapellmeister hob seinen Stab, und die Gruppe trat vor der Tribüne auf der Stelle. Es gab höflichen Applaus, als Tambourmajoretten ihre Stöckchen hoch in die Luft wirbeln ließen.
»Der Botschafter fragt ob das Krieger sind«, schrie Charlie.
Rod lachte beinahe, hielt aber seine Stimme streng unter Kontrolle. »Nein. Das ist die Kapelle der John-Muir-Oberschule, eine Jugendgruppe. Einige von ihnen werden vielleicht Krieger, wenn sie älter sind, andere wieder Bauern oder Techniker oder …«