Ich spreche das erst heute aus, weil ich es heute sagen darf, dass dieser Gegner bereits gebrochen ist und sich nie mehr erheben wird!
Hier hat sich gegen Europa eine Macht zusammengeballt, von der leider die meisten keine Ahnung hatten und viele heute noch keine Ahnung besitzen. Es w"are dies ein zweiter Mongolensturm eines neuen Dschingis Khan geworden.Dass diese Gefahr abgewendet wurde, das verdanken wir zun"achst der Tapferkeit, der Ausdauer und Opferwilligkeit unserer deutschen Soldaten und dann auch den Opfern aller derer, die mit uns marschiert sind. Denn zum erstenmal ist diesmal doch so etwas wie ein europ"aisches Erwachen durch diesen Kontinent gegangen.
Im Norden k"ampft Finnland — ein wahres Heldenvolk! In seinen weiten R"aumen steht es oft ganz allein, nur auf seine eigene Kraft, auf seinen Mut, auf seine Tapferkeit und seine Z"ahigkeit angewiesen.
Im S"uden k"ampft Rum"anien. Es hat sich aus einer der schwersten Staatskrisen, die ein Volk und ein Land befallen k"onnen, in erstaunenswerter Schnelligkeit erholt, unter einem ebenso tapferen wie entschlussfreudigen Mann.
Und damit umfassen wir auch bereits die ganze Weite dieses Kriegsschauplatzes vom Weissen bis zum Schwarzen Meer. Und in diesen R"aumen k"ampfen nun unsere deutschen Soldaten und in ihren Reihen und mit ihnen gemeinsam Italiener, die Finnen, die Ungarn, die Rum"anen, Slowaken. Kroaten sind im Anmarsch, Spanier — sie r"ucken jetzt in die Schlacht. Belgier, Holl"ander, D"anen, Norweger, ja selbst Franzosen sind einger"uckt in die grosse Front oder werden es demn"achst sein.
Der Ablauf dieses einmaligen Geschehens ist Ihnen, soweit es zur"uckliegt, im grossen bereits jetzt bekannt.
Drei deutsche Heeresgruppen traten an. Eine hatte die Aufgabe, die Mitte aufzubrechen. Eine der beiden Flanken hatte den Auftrag, gegen Leningrad vorzustossen, und die andere, die Ukraine zu besetzen. Im wesentlichen sind diese ersten Aufgaben gel"ost.
Wenn die Gegner in dieser Zeit gewaltigster, weltgeschichtlich einmaliger K"ampfe oft sagten: «Warum geschieht jetzt nichts?» — nun, es ist immer etwas geschehen! Gerade weil etwas geschah, konnten wir ja auch nicht reden!
Wenn ich heute englischer Ministerpr"asident sein m"usste, w"urde ich unter diesen Umst"anden vielleicht auch dauernd reden — weil dort eben nichts geschieht. Aber gerade das ist der Unterschied! Meine Volksgenossen, ich muss das heute hier vor dem ganzen deutschen Volk einmal aussprechen: Es konnte oft einfach nicht geredet werden: — nicht etwa, weil wir die ununterbrochenen gewaltigen Leistungen unserer Soldaten nicht gen"ugend w"urdigen, — sondern weil wir dem Gegner nicht voreilig von Situationen Kenntnis geben d"urfen, die ihm selbst, bei seinem miserablen Nachrichtendienst, oft Tage, ja manchmal erst Wochen sp"ater bewusst werden.
Denn — ich habe das neulich schon im Wehrmachtbericht bringen lassen — Der deutsche Wehrmachtbericht ist ein Bericht der Wahrheit.
Wenn irgendein bl"oder britischer Zeitungsl"ummel nun erkl"art, das m"usste erst best"atigt werden: Der deutsche Wehrmachtbericht ist bisher schon gr"undlich best"atigt worden!
Es gibt doch wohl keinen Zweifel, dass wir in Polen gesiegt haben und nicht die Polen, obwohl die britische Presse es anders behauptet hat.
Es gibt auch keinen Zweifel, dass wir in Norwegen sitzen und nicht die Engl"ander.
Es gibt auch keinen Zweifel, dass Deutschland Frankreich besiegt hat und nicht umgekehrt.
Es gibt endlich auch keinen Zweifel, dass wir in Belgien und in Holland erfolgreich gewesen sind, und nicht die Engl"ander. Und es gibt auch keinen Zweifel, dass wir in Griechenland sind und wiederum nicht die Engl"ander oder Neuseel"ander, und auch auf Kreta sind nicht sie, sondern wir. Also hat der deutsche Heeresbericht die Wahrheit gesagt und nicht der… (Das Ende des Satzes geht im tosenden Beifallsjubel der Tausende unter.)