Und jetzt im Osten ist es nicht anders. Nach der englischen Version haben wir dort seit drei Monaten eine Niederlage nach der anderen erlitten. Aber wir stehen tausend Kilometer jenseits unserer Grenzen, wir stehen "ostlich von Smolensk, wir stehen vor Leningrad und wir stehen am Schwarzen Meer. Wir stehen vor der Krim und nicht die Russen etwa am Rhein.

Wenn bisher die Sowjets dauernd gesiegt haben, dann haben sie ihre Siege jedenfalls schlecht ausgenutzt, sondern sie sind nach jedem Sieg 100 oder 200 Kilometer sofort zur"uckmarschiert, wahrscheinlich um uns in die Tiefe des Raumes zu locken!

Im "ubrigen sprechen f"ur die Gr"osse dieses Kampfes Zahlen

Es sind viele unter Ihnen, die noch den Weltkrieg mitgemacht hatten und die wissen, was es heisst, Gefangene zu machen und gleichzeitig 100 Kilometer vorw"arts zu erobern.

Die Zahl der Gefangenen ist nunmehr auf rund 2,5 Millionen Sowjetrussen gewachsen.

Die Zahl der erbeuteten oder vernichteten, also bei uns befindlichen Gesch"utze betr"agt bereits jetzt rund 22 000.

Die Zahl der vernichteten oder erbeuteten, also bei uns befindlichen Panzer betr"agt jetzt bereits "uber 18000.

Die Zahl der vernichteten, zerst"orten und abgeschossenen Flugzeuge "uber 14,5 Tausend.

Und hinter unseren Truppen liegt nun schon ein Raum, der zweimal so gross ist als das Deutsche Reich war, als ich 1933 die F"uhrung erhielt, oder viermal so gross als England.

Die Luftlinie aber, die die deutschen Soldaten zur"uckgelegt haben, betr"agt fast durchgehend heute "uber 800 bis 1000 km. Das ist Luftlinie. An Marschkilometern bedeutet das oft das Eineinhalbfache und Doppelte — auf einer Frontl"ange, die gigantisch ist, und einem Gegner gegen"uber, der — das muss ich hier aussprechen — nicht aus Menschen besteht, sondern aus Tieren, aus Bestien.

Was der Bolschewismus aus Menschen machen kann, das haben wir jetzt gesehen. Wir k"onnen der Heimat gar nicht die Bilder bringen, die uns da zur Verf"ugung stehen. Es ist das Grauenhafteste, was Menschengehirne sich ersinnen k"onnen, ein Gegner, der einerseits aus tierischer Blutgier k"ampft und zugleich aus Feigheit und Angst vor seinen Kommissaren andererseits. Es ist ein Land, das nach fast 25j"ahrigem bolschewistischen Dasein unsere Soldaten nunmehr kennengelernt haben.

Und ich weiss eines: Wer dort war und im Herzen in irgendeiner Falte vielleicht noch Kommunist gewesen sein sollte, sei es auch nur im ideellsten Sinne, der kehrt von dieser Auffassung geheilt zur"uck. Davon k"onnen Sie "uberzeugt sein! Das «Paradies der Arbeiter und Bauern» habe ich immer richtig geschildert. Nach Beendigung dieses Feldzuges werden f"unf oder sechs Millionen Soldaten mir best"atigen, dass ich die Wahrheit aussprach. Sie werden Zeugen sein, die ich dann aufrufen kann. Sie sind "uber die Strassen dieses Paradieses marschiert. Sie haben in den elenden Katen dieses Paradieses nicht leben k"onnen, denn sie gehen gar nicht hinein, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Sie haben die Einrichtungen dieses Paradieses gesehen.

Es ist nichts als eine einzige Waffenfabrik auf Kosten des Lebensstandards der Menschen. Eine Waffenfabrik gegen Europa!

Und gegen diesen grausamen, bestialischen, tierischen Gegner, gegen diesen Gegner mit seiner gewaltigen R"ustung, haben unsere Soldaten ihre gewaltigen Siege erk"ampft. Ich weiss kein Wort, das ihrer Leistung gerecht werden k"onnte. Was sie an Mut und Tapferkeit hier dauernd vollbringen, an unermesslichen Anstren-gungen — das ist unvorstellbar!

Ob es sich um unsere Panzerdivisionen oder die Motorverb"ande handelt, ob es sich um unsere Artillerie oder Pioniere dreht, ob wir unsere Flieger nehmen — J"ager, Sturzkampfbomber und Schlachtflieger — oder ob wir an unsere Marine denken, an die Besatzungen der U-Boote, ob wir endlich von unseren Gebirgstruppen im Norden sprechen oder von den M"annern unserer Waffen: Sie sind alle gleich! "uber allem aber — und das m"ochte ich wieder besonders betonen — "uber allem steht in seiner Leistung der deutsche Infanterist, der deutsche Musketier!

Denn, meine Freunde, wir haben dort Divisionen, die seit dem Fr"uhjahr "uber 2500 bis 3000 Kilometer zu Fuss marschiert sind, zahlreiche Divisionen, die ein- und anderthalb- und zweitausend Kilometer zur"uckgelegt haben. Das spricht sich leicht aus.

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