»Es
Wir standen uns jetzt beinahe Nase an Nase gegenüber und brüllten uns gegenseitig an. Jamie war rot vor Wut, und ich spürte, wie auch mir das Blut ins Gesicht stieg.
»Das bist du selber schuld, weil du mir nicht zuhörst und mich ständig verdächtigst! Ich habe dir doch gesagt, wer ich bin! Und ich habe dir gesagt, dass es nicht gefährlich ist, wenn ich dich begleite, aber hast du auf
Er konnte sich nicht beherrschen und schüttelte mich erneut.
»Und wenn
An diesem Punkt versuchte ich gezielt, ihn in die Eier zu treten. Er wich mir aus und rammte mir sein Knie zwischen die Beine, so dass jeder weitere Versuch ausgeschlossen war.
»Versuch das noch einmal, und ich ohrfeige dich, bis dir die Ohren klingeln«, knurrte er.
»Du bist ein Barbar und ein Dummkopf«, keuchte ich und versuchte, meine Schultern aus seiner Umklammerung zu winden. »Glaubst du etwa, ich habe mich absichtlich von den Engländern gefangen nehmen lassen?«
»Ja, das glaube ich, um mir die Sache mit den Deserteuren heimzuzahlen!«
Mir klappte der Mund auf.
»Harry und Arnold?«
»Aye! Du glaubst, ich hätte dich dort besser beschützen müssen, und du hast recht. Aber ich konnte es nicht; du musstest es selber tun, und jetzt wolltest du es mir heimzahlen, indem du dich,
»Du
»Es gefällt mir nicht! Nicht im mindesten! Aber das spielt ja keine Rolle, oder? Solange ich da bin, um dir das Bett zu wärmen, ist es dir gleichgültig, was ich denke oder fühle! Das ist doch alles, was eine Frau für dich bedeutet – etwas, in das du deinen Schwanz stecken kannst, wenn dir danach ist!«
Bei diesen Worten wurde er leichenblass, und er begann, mich ernsthaft zu schütteln. Mein Kopf wackelte heftig, und meine Zähne schlugen so fest aufeinander, dass ich mir schmerzhaft auf die Zunge biss.
»Lass mich los!«, kreischte ich. »Lass los, du …« Um ihn zu verletzen, verwendete ich bewusst die Worte, die Harry, der Deserteur, zu ihm gesagt hatte: »… du geiler Bock!« Er ließ tatsächlich los und wich einen Schritt zurück. Seine Augen sprühten Feuer.
»So sprichst du nicht mit mir, du kleines Aas!«
»Ich spreche mit dir, wie es mir gefällt! Du kannst mir nicht vorschreiben, was ich tun soll!«
»Anscheinend ist das so! Du tust, was du willst, ganz gleich, wen du damit verletzt, nicht wahr? Du selbstsüchtiges, halsstarriges …«
»Es ist doch nur dein verdammter Stolz, der verletzt ist!«, schrie ich. »Ich habe uns vor den beiden Deserteuren gerettet, und das kannst du nicht ertragen, nicht wahr? Du hast einfach nur dagestanden! Wenn ich kein Messer gehabt hätte, wären wir jetzt beide tot!«
Bis zu diesen Worten war mir gar nicht klar gewesen, dass ich wütend auf ihn gewesen war, weil er mich nicht vor den englischen Deserteuren beschützen konnte. Wäre ich nicht so aufgebracht gewesen, wäre mir dieser Gedanke niemals gekommen. Ich hätte gesagt, dass es nicht seine Schuld war. Doch jetzt begriff ich … Ob es fair war oder nicht, ob es rational war oder nicht, irgendwie
Er funkelte mich an und keuchte, so aufgewühlt war er. Als er jetzt sprach, war seine Stimme leise und rauh vor Leidenschaft.
»Du hast den Pfosten im Innenhof des Forts gesehen?« Ich nickte knapp.