Er lächelte dieses Lächeln, das Franks so enervierend ähnlich sah; dieses liebenswerte Lächeln, das ich schon dabei beobachtet hatte, wie es Studenten verzauberte und selbst den härtesten Universitätsbürokraten dahinschmelzen ließ. Unter anderen Umständen hätte ich vielleicht auch diesen Mann bezaubernd gefunden, aber im Moment … nein.
Er näherte sich überraschend schnell, rammte mir das Knie zwischen die Oberschenkel und drückte meine Schultern nach hinten. Ich verlor das Gleichgewicht, fiel mit voller Wucht rückwärts auf den Tisch und schrie auf, weil ich schmerzhaft auf meinen gefesselten Handgelenken landete. Er schob sich zwischen meine Beine und versuchte mit der einen Hand, meine Röcke hochzuschieben, während sich die andere auf meine entblößte Brust legte, um sie zu kneten und zu kneifen. Ich trat wild um mich, doch meine Röcke waren im Weg. Er packte meinen Fuß, fuhr mir mit der Hand am Bein hinauf und räumte feuchte Unterröcke, Rock und Hemd aus dem Weg, indem er sie mir über die Hüfte warf. Dann sank seine Hand an seine Hose.
Harry, der Deserteur, lässt grüßen, dachte ich wütend. Was in Gottes Namen ist nur aus der britischen Armee geworden? So viel jedenfalls zu ihren ruhmreichen Traditionen.
Es war zwar unwahrscheinlich, dass ein Schrei inmitten einer englischen Garnison irgendwelche Aufmerksamkeit erregen würde, doch ich füllte mir die Lungen und versuchte es trotzdem, schon aus Prinzip. Ich hatte erwartet, dafür geohrfeigt oder durchgerüttelt zu werden, damit ich schwieg. Stattdessen schien es ihm unerwarteterweise zu gefallen.
»Schrei nur, Süße«, murmelte er, während er mit seinem Hosenlatz beschäftigt war. »Es wird für mich viel schöner sein, wenn du schreist.«
Ich sah ihm direkt in die Augen und schimpfte ebenso deutlich wie hilflos: »Du kannst mich mal!«
Eine dunkle Haarsträhne löste sich und fiel ihm verwegen in die Stirn. Er sah seinem Ururenkel derart ähnlich, dass ich von einem grauenvollen Impuls gepackt wurde, die Beine zu öffnen und mich ihm hinzugeben. Er verdrehte mir brutal die Brust, und der Impuls verschwand.
Ich fühlte mich furchtbar wütend, angewidert, erniedrigt und abgestoßen, hatte aber seltsamerweise keine besonders große Angst. Ich spürte ein schlaffes Klatschen an meinem Bein, und plötzlich begriff ich, warum. Es würde nur dann schön für ihn sein,
»Oh, so ist das also, ja?«, sagte ich und erntete auf der Stelle einen schallenden Schlag ins Gesicht. Ich schloss grimmig den Mund und wandte den Kopf ab, um mich nicht zu weiteren unklugen Bemerkungen hinreißen zu lassen. Ganz gleich, ob ihm die Vergewaltigung gelang oder nicht, ich begriff, dass mich seine unberechenbare Wut in beträchtliche Gefahr brachte. Während ich den Blick von Randall abwandte, sah ich aus den Augenwinkeln eine Bewegung am offenen Fenster.
»Ich wäre Euch dankbar«, sagte eine kühle, gelassene Stimme, »wenn Ihr die Finger von meiner Frau nehmen würdet.« Randall erstarrte, eine Hand immer noch auf meiner Brust. Jamie kauerte im Fensterrahmen, eine große, mit Messing beschlagene Pistole auf dem Unterarm.
Im ersten Moment stand Randall reglos da, als könnte er seinen Ohren nicht trauen. Während sich sein Kopf langsam dem Fenster zuwandte, ließ seine rechte Hand, die vor Jamies Blick abgeschirmt war, von meiner Brust ab und bewegte sich verstohlen auf das Messer zu, das er neben meinem Kopf auf den Tisch gelegt hatte.
»
»Großer Gott, es ist der schottische Wildfang! Ich dachte, ich wäre ein für alle Mal mit dir fertig gewesen! Dann ist dein Rücken also doch wieder geheilt? Und das ist
Randall hob das Messer, das immer noch durch seinen halb abgewandten Körper verdeckt wurde, und drückte es mir an die Kehle. Ich konnte Jamie über seine Schulter hinweg sehen; er hockte auf der Fensterbank wie eine sprungbereite Katze. Der Pistolenlauf bewegte sich nicht, und er verzog keine Miene. Der einzige Hinweis auf seine Gefühle war das dunkle Rot, das ihm am Hals emporkroch; sein Kragen stand offen, und die kleine Narbe an seinem Hals war brennend rot entflammt.
Beinahe beiläufig hob Randall jetzt langsam das Messer so weit, dass die Spitze meinen Hals fast berührte. Er wandte sich Jamie noch weiter zu.